Rückrufaktion

  • Ich habe auch schon einen Termin-am 17.08.

    Früher ging nicht, es wurde aber auch nicht gewarnt, das Fahrzeug weiterhin zu bewegen.

    So schlimm wird es also wohl nicht sein.

    Jetzt frage ich mich, ob da zunächst nur eine Kontrolle durchgeführt wird, oder ob die fraglichen Schrauben grundsätzlich ausgetauscht werden. Laut diversen Beiträgen auf youtube aus Amiland sind die verbesserten Bolzen ohnehin noch nicht lieferbar-das wird sich also hinziehen.


    Gruß von Hubert

    Wahrlich, unser Leben währet nur kurz, darum

    durchmesst seine Bahnen auf das fröhlichste!

    Euripides, ca. 450 v.Chr.

    Einmal editiert, zuletzt von MOTUS ()

  • Ja, auch ich bin davon betroffen. Mein Ex ist dieses Jahr im Februar fertiggestellt worden. Es betrifft dementsprechend dann wohl einige von uns.


    Das Lustige an der Sache...ich war erst gestern bei Ford, weil ich ne kompetente Werkstatt meines Vertrauens suche und 2 Stunden später kam diese Meldung im FordPass. Ich dachte, die wollen mich veräppeln oder haben mir n Virus raufgespielt. :D Wussten aber anscheinend selber nichts davon. :/ Mein Termin ist am 15.08. :thumbup:


    --> Nachtrag: Habe heute nochmal mit der Werkstatt gesprochen. In der Meldung ist verankert, wie MOTUS auch schon vermutet hat, dass es eine reine Vorsichtsmaßnahme ist. Solange keine lauten Geräusche oder merkliche Vibrationen auftreten, wie z.B. bei einem defekten Radlager, werden die Schrauben nur vorsorglich überprüft und dann ggf. ausgetauscht. :thumbup:

  • Das ist eine gute Nachricht!

    Der FFH meines Vertrauens (der fußläufig von zu Hause aus erreichbar ist...und auch daher schon seit einigen Jahren den Mustang inspiziert) hat derzeit Betriebsferien, den kann ich also nicht fragen.
    Und nöö, keine Geräusche oder derlei.

    Vorteil und Nachteil der elektrischen Fahrerei zugleich: Man hört jede Mücke husten in dem Auto.


    Gruß von Hubert


    Ach ja: Das Auto meiner Frau musste schon zweimal wegen verdächtiger Beifahrerairbags in die Werkstatt-sie wurde aber vom KBA angeschrieben. Bin mal gespannt, ob die mich jetzt auch wegen des Ex anschreiben.

    Wahrlich, unser Leben währet nur kurz, darum

    durchmesst seine Bahnen auf das fröhlichste!

    Euripides, ca. 450 v.Chr.

  • Das Problem ist in den USA schon seit Monaten bekannt.


    Soweit ich das nachlesen konnte, erhalten ausschließlich Police Explorer eine Hardwareänderung, da diese nicht mit einer elektronischen Feststellbremse ausgestattet sind.

    Bei diesen werden die Buchsen und die Achsabdeckung getauscht.


    Bei unseren wird nur die Software angepasst, das so dass die Parkbremse nach dem Abschalten des Wagens immer automatisch gezogen wird.

    Gut, verhindert das Wegrollen, aber nicht das Problem selber, nämlich das die Hardware zu schwach für das Drehmoment ist. Betroffen sind über 252.000 Fahrzeuge

  • Wie Internecivus schon geschrieben hat, wird nur die Software aktualisiert. Die Feststellbremse wird übrigens dadurch aktiviert, dass der Wählhebel des Automaten ins P gedreht wird, egal ob die Zündung noch Ein ist oder nicht. Mein Ex bekam im Mai ein Softwareupdate. Dabei wurde bereits die finale Lösung aufgespielt.


    Übrigens wurde der Rückruf in der Schweiz am 26.7.22 heraus gegeben.

    MY21 Explorer Platinum in Carbonized Grey Metallic

    Grüsse aus der Schweiz

    Robert

  • Bei unseren wird nur die Software angepasst, das so dass die Parkbremse nach dem Abschalten des Wagens immer automatisch gezogen wird.

    Gut, verhindert das Wegrollen, aber nicht das Problem selber, nämlich das die Hardware zu schwach für das Drehmoment ist. Betroffen sind über 252.000 Fahrzeuge

    Das ist mir nach der Abholung meines Fahrzeugs auch aufgefallen. Besser noch, die Parkbremse aktiviert sich grundsätzlich wenn ich auf "P" stelle. Auch wenn er noch "an" ist. Hatte mich noch gewundert, weil man sich erst an den neuen Zustand gewöhnen muss... Das kenne ich bei keinem anderen Automatik-Fahrzeug mit elektrischer Feststellbremse.


    Aber wenn ich das recht verstehe, ist das nur ne "Quick and dirty - Lösung". Ich frage mich, was der Antriebsstrang, genauer die Befestigung der Hinterradachse mit der Feststellbremse zu tun hat. Dieser Sinn ergründet sich mir nicht.

    „Sie können einen Ford in jeder Farbe haben, Hauptsache er ist schwarz!"

    (Henry Ford)

  • Mit der Feststellbremse gar nichts, die ist nur die Krücke. Die Schraube hält u.U. auf Dauer der Belastung in "P" nicht Stand wenn das Fahrzeug nicht eben steht. Diese Kraft soll nun die Feststellbremse aufnehmen und die Schraube entlasten.

  • Das ist so fast korrekt, nur das nicht die Belastung in P gemeint ist sondern tatsächlich unter Last.

    Der Wagen fährt (mit Geräuschen aus dem Hinterachsdiff) trotz defekter Schraube noch, nur nach dem Abstellen ist halt kein Speerbolzen für den Antrieb mehr vorhanden.

    Wir können nur hoffen das der Bolzen bei uns in der Garantiezeit bricht, danach hält Ford sicher die Hand auf. Echt ne miese Lösung, die spekulieren darauf das die meisten Differenziale schon halten.

  • Das ist echt interessant und bescheiden zugleich.


    D.h. die Software soll jetzt die Schrauben/Bolzen "so gut wie möglich" bei diversen Prozessen entlasten, um die Lebensdauer zu verlängern, wohlwissend das am Ende das Material trotzdem ausgetauscht werden sollte?


    Irgendwie ist ja die Rede bei uns von Schrauben/Bolzen, aber bei den Police-Inspector Modellen sind es ja dann die Buchsen und Achsabdeckungen. Denkt ihr, dass es dann irgendwann mal verbesserte Schrauben/Bolzen geben wird?


    Ich hatte eigentlich vor zum Ende des kommenden Winters meinem Ex größere Schuhe anzuziehen. Aber sowas könnte sich dann aber doch auch negativ auf die Last auswirken, oder?

  • Die Softwareänderung hat keinen Einfluss auf den zu schwachen Bolzen.

    Wenn er bricht sorg die Feststellbremse nur im Modus P dafür das der Wagen nicht wegrollen kann.


    Es gibt ja eine verstärkte Version, diese bekommt der Police Explorer weil dort nicht die Möglichkeit vorhanden ist die Feststellbremse über die Elektronik zu betätigen.


    Da ganze ist verwirrend, weil niemand so wie nun Ford vorgehen würde, sollte man meinen.


    Ford geht ganz klar davon aus das die meisten Bolzen halten, zumindest über die üblichen Garantiezeiten. Der Bolzen bricht nämlich nicht von jetzt auf gleich, er bricht durch Materialermüdung.


    Da leider viele Werkstätte nicht wirklich wissen was sie überhaupt tun, nur nach Anweisung handeln, bin ich gespannt was die nächste Zeit für unterschiedliche Berichte zu Tage kommen.

  • Danke für die Erklärung, Oli.

    Die Vorgehensweise von Ford leuchtet mir nun ein. Auch wenn ich das für nicht gut heißen kann, was die da für eine Philosophie an den Tag legen. Bei uns ist sowas ein "Workaround", also eine temporäre Behebung der primären Problematik und zieht grundsätzlich eine ordnungsgemäße Reparatur bei (Material)Verfügbarkeit nach sich.

    „Sie können einen Ford in jeder Farbe haben, Hauptsache er ist schwarz!"

    (Henry Ford)

  • Ich habe den Safety Recall Report der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) als PDF angehängt.


    Laut dem SRR kann sich die Verbindung zwischen Kardanwelle und Differential trennen beim Bruch der Schraube. Da die Sperrklinke immer im Automat (hat nichts mit dem Differential zu tun) eingebaut ist, hätte sie in diesem Fall keine Wirkung mehr, da die Verbindung zur Hinterachse getrennt ist. Das ist der Grund, weshalb Ford die Feststellbremse aktiviert, sobald der Automat im P ist. Anscheinend entsteht beim Bruch der Schraube kein Schaden an der Hinterachse bzw. am Differenzial. Allerdings entstehen laute Geräusche, so dass man dann eh in die Werkstätte fährt.


    Das ist in etwa das, was ich mit meinen bescheidenen Englischkenntnissen heraus gefunden habe.


    Allzeit gute Fahrt.


    Gruss Robert

  • Hallo Robert,


    jetzt wird mir einiges klarer, das der Wagen danach noch fährt habe ich ja schon erwähnt. Nun weiß ich aber erst tatsächlich wo genau der Schwachpunkt ist. Und es ist gut zu wissen dass das Differenzial nicht direkt betroffen ist.

    Dennoch könnte Ford einen Rundumschlag machen und alle Fahrzeuge nachbessern, ist weiterhin nicht korrekt das die betroffenen Teile nicht gegen bessere getauscht werden, zumindest bei unseren PHEV.