Beiträge von Erwin

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    Der Drehstromotor des Explorer hat eine maximale Leistung von etwa 74 kW, wenn ich von Drehstrom statt der 3 Phasen nur eine nehme - also Wechselstrom - habe ich ein Drittel der Leistung ... also maximale Leistung im Wechselstrom beim Explorer ist in etwa 25 kW ... höhere Ladeleistung hat er mit Sicherheit nicht, niemand baut Gleichrichter für alle drei Phasen des Wechselstroms .... irgendwo zwischen 3,6 kW und 25 kW kann sich die Rekuperationsleistung des Explorer also bewegen ... noch haben wir nicht die finale Lösung ... aber wir nähern uns


    mein Explorer ladet im Modus "EV Motor lädt Akku" nur dann, wenn ich nach "Zündung" (Start) und noch vor Automatik auf D Drive diesen Modus anwähle, dann startet der Motor im Stand und beim Fahren gibt es ordentliche Ladeleistung (außer bei hohem Dauertempo wie Autobahn) ... auch diesen "Regeln" werden wir noch auf den Zahn fühlen

    Sorry, das kann ich technisch leider so nicht stehen lassen. Jeder Hersteller von Drehzahlreglern für Drehstrommotoren baut 3-phasige Wechselrichter.

    Das Teilen der Leistung durch 3 Phasen ist fachlich ebenfalls nicht korrekt. Die richtige Formel lautet P=Wurzel3*U*I.

    Die vom Motor rekuperierte Leistung wird im Wechselrichter wieder zurück in Gleichspannung gewandelt. Der Wechselrichter könnte das mit Sicherheit mit der gleichen Leistung, wie er beim Antrieb des Motors abgeben kann. Begrenzt wird das ganze System lediglich durch den max. zulässigen Ladestrom der Batterie. Welche Peaks hier zulässig sind ist aktuell noch ein Geheimnis. Ebenfalls, wieviel dieser Energie in Kondensatoren zwischengespeichert wird, bevor es in die Batterie gespeist wird.

    Jeder gescheite DC-Zwischenkreis ist jedenfalls auch Kondensator-gepuffert um Lastspitzen abfangen zu können.

    Ich verweise gerne noch mal auf meine Ausführungen im Beitrag #24 EV Aufladen.


    Der Wechselrichter zur Motorsteuerung ist für die Motorleistung ausgelegt und wird auch annähernd diese Rekuperationsleistung erbringen können. Um aus dem Gleichstrom

    Zwischenkreis in die Batterie zu speisen, wird ein anderer "Weg" genutzt, als beim Wechselstrom laden. "ISC" ist hier nur die Bezeichnung für eine Blackbox. Welche einzelnen

    Komponenten in welcher Leistungsauslegung hier drin verbaut sind, wird nicht kommuniziert. Fakt ist jedoch, es ist ein 3,6KW Ladewandler enthalten, der von Wechselstrom in

    Gleichstrom wandelt um die Batterie direkt zu laden. Zusätzlich existiert ein Zwischenkreiswandler, der aus der Batterie-Gleichspannung das Drehfeld für den Motor erzeugt.

    Letzterer ist auch für die Rückspeisung der regenerierten Energie zurück in die Batterie zuständig. Ebenfalls vermute ich, dass dieser für das Laden über den Motor zuständig ist.

    Hier haben wir festgestellt, dass die Dauerladung über den Motor ebenfalls bei ca. 3,6KW liegen dürfte. Das wird vermutlich eine Softwareseitige Begrenzung sein, da der Akku

    für eine Dauerladeleistung von 3,6KW ausgelegt sein könnte. Die Rekuperation ist jedoch immer nur kurzzeitig und muss, in Anbetracht der vorhandenen Bremswirkung, deutlich über

    3,6KW liegen. Bei 3,6KW Rekuperation würde sich bei der bewegten Masse keinerlei wahrnehmbare Bremsleistung einstellen.

    Da es sich bei dem Motor um einen fremderregten Drehstrommotor handelt, wird die Lade- bzw. Rekuperationsleistung über die Erregungsspannung gesteuert.

    Moin nochmal,


    aktuell habe ich ca. 20.000 Km auf der Uhr und verschiedene EV Modis getestet. Fakt ist, dass ich im EV Mod " normal" bei einer vorausschauenden Fahrweise z.B. langes rollen ( segeln) und bremsen, die selbe Energiemenge in den Akku bringe wie beim EV Mod " Motor lädt Akku". Bei beiden Fällen wird die Energie gespeichert... Der Unterschied beim EV Mod" normal" ist, dass die zurück gewonnene Energie sofort wieder auf die Strasse gebracht wird z. B. beim Anfahren, was beim EV Mod " Motor lädt Akku" nicht der Fall ist.


    Thomas

    Hallo Thomas,


    zumindest bei mir ist die E-Unterstützung (und damit der Stromverbrauch) beim Beschleunigen bei beiden Modi identisch. Lediglich in den Situationen wo er rein elektrisch fahren würde,

    verzichtet er auf Stromverbrauch und schaltet den E-Motor zum Laden in den Generatorbetrieb, angetrieben durch den Verbrenner.

    Hallo Christian,


    also es wird zum einen Energie aus Rekupertion gewonnen und zum anderen lädt der Motor den Akku.

    Der Motor lädt den Akku jedoch nicht permanent. Dies ist von der aktuellen Fahrsituation abhängig. Welcher Algorithmus

    dort detailliert am werkeln ist, hat hier leider noch Niemand so wirklich heraus bekommen. Am effektivsten ist es halt in den bereits

    beschriebenen Situationen. Auch im Stillstand und auch in Getriebestellung "P" wird in diesem Modus geladen. Damit ist zumindest die Ladefähigkeit des Motors nachgewiesen.

    Elektrisch unterstützt wird im Modus "Motor lädt Akku" genauso, wie im Modus "Normal" (also hybrid Modus). Jedoch wird in dem Lademodus auf rein elektrisches dahin rollen

    bei ausgeschalteten Verbrenner verzichtet. Gerade in diesen Phasen, wo er im Normal-Modus rein elektrisch "rollen" würde (z.Bsp. in BAB Baustellen) wird dann am effektivsten geladen.

    Der Verbrenner treibt in diesen Phasen dann sowohl das Fahrzeug als auch den E-Motor an, womit der E-Motor dann generatorisch Energie liefert. Da der E-Motor vor den Getriebestufen

    sitzt, klappt das dann auch im Stillstand.


    Erwin

    Hallo JIWOC,


    es geht hier nicht darum, ob es effektiv ist oder nicht, sondern hautsächlich darum, ob die vorhandene Funktion "Motor lädt Akku" in irgendeiner Weise

    so funktioniert, wie der gemeine Käufer des FZ es erwartet.
    Verschiedene Tests verschiedener Foren-Mitglieder haben gezeigt, dass diese Funktion innerorts und auf Landstraßen ganz zufriedenstellend geht.

    Auf der Autobahn bei Konstant-Tempo 120 eher garnicht. Auch scheint es vom jeweiligen Softwarestand abhängig zu sein.

    Meine persönliche Erfahrung spiegelt auch wieder, dass im Standverkehr und bei normaler Landstraßenfahrt, sowie

    auf der BAB in Baustellen, diese Funktion ganz ordentlich funktioniert. Über Sinn und Unsinn dieser Funktion hat jeder seine persönliche Meinung.

    Ökologisch gesehen ist die Funktion durchaus Überflüssig, wobei der Verbrauch nur um ca. 0,5l/100km steigt. Betrachtet man die spassige Seite, dann

    kann man nie genug Strom im Akku haben;)


    Gruß Erwin

    Nur so als Ergänzung, Fahren ohne extrenes Aufladen ist zwar nicht die Paradedisziplin eines PHEV - aber - dass er mehr verbraucht "weil er ja unnötiges Gewicht mitschleppt" ist ein Märchen der Gegner ... ein PHEV verbraucht selbst ohne Aufladen weniger als das gleich motorisierte Fahrzeuge ohne Hybrid, weil man immer wieder ganz schöne Mengen rekuperiert - vor allem bei vorausschauender Fahrweise ... auf deutscher Autobahn ohne Nachladen schaffe ich gute 15% der Fahrstrecke trotzdem im Elektro-Modus und bei vernünftiger Fahrweise zwi 120 und 150 (und mehr geht meist eh wegen dem Verkehr nicht) bleibt man deutlich unter 10 Liter ....

    Dieser Feststellung kann ich vollumfänglich zustimmen. Selbst ohne vorausschauende Fahrweise kommt man noch auf gute 10% und der Durchschnittsverbrauch liegt deutlich unter dem eines vergleichbar motorisiertem FZ ohne Hybridtechnik.

    Hallo Thomas,


    unter den genannten Vorraussetzungen kannst Du den Verbrauch von den angezeigten 9.6L annähernd zu Grunde legen. Hier musst Du eigentlich der Berechnung des Hybridmodus folgen. Das bedeutet, Du hast nach eigener Aussage mit leerem Akku gestartet und dann

    mit einer Tankfüllung 600KM geschafft ohne Strom aus der Steckdose "dazu zu tanken". Das ist in Anbetracht der FZ Größe und Gewicht doch eine gute Leistung.

    Die Anzeige der gefahrenen E-Kilometer, zählt zum Beispiel auch hoch, wenn du nur in Schubabschaltung bist, Du also rollst und dabei der Verbrenner aus ist. Da kommen bei vorausschauender Fahrweise auch schon einige Kilometer zusammen.

    Nicht zu verachten, ist der Momentan-Verbrauch des Verbrenners innerorts. In den kurzen Intervallen, wo der Verbrenner läuft, kann der auch gerne auf einen Momentanverbrauch von 20-23L gehen. Die Nutzung im Stadtverkehr ohne geladenen

    Akku ist hier sicher der WorstCase und i.d.R. auch eher untypisch für einen PlugInHybrid. Gerade innerorts kann der PHEV glänzen, wenn er extern geladen wurde. Das ist meiner Meinung nach auch der größte Vorteil eines PHEV, dass er in der ungünstigsten

    Betriebsart eines Verbrenners (innerorts) durch den E-Antrieb die Verbrauchswerte deutlichst nach unten korrigieren kann bzw. durch reines elektrisches fahren die Emmission gegen 0 reduziert.


    Bei einem normalen PKW wird ja auch nur der Verbrauch von Tankfüllung zu Tankfüllung gemessen. Bei den damit erreichten Km werden auch nicht die Km abgezogen, die der Motor in Schubabschaltung zum Sprit sparen "verbringt".


    Mein Fazit:

    Unter den von Dir genannten Vorraussetzungen: "Akku leer + Tank voll" sind 600km Reichweite eigentlich OK und kommen Deinem Anzeigewert von 9,6L schon recht nahe. Um das genauer zu rechnen, müsstest Du noch angeben, wieviel Liter Du im Anschluß tatsächlich nachgetankt hast.

    Die Energie für die 300km elektrisch (abzüglich als elektrisch gezählte Km im Schubbetrieb) , ist letztendlich ja auch durch Sprit-Verbrauch realisiert worden. Jede durch Rekuperation zurückgewonnene Energie, wurde vorher durch beschleunigen mit Sprit + ggf. E-Unterstützung "erzeugt".